Das AdA-Jubiläumstreffen 2011 in Münster (03.06. - 05.06.2011)

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Nun bin ich noch nicht lange Mitglied der AdA und vielleicht hat man mich gerade deshalb gebeten, einen Bericht über die Mitgliederversammlung, die Festsitzung und das Tauschtreffen in diesem Jahr zu schreiben...

Nun gut, ich versuche meine Eindrücke zu schildern. Am Freitagnachmittag kamen wir im Franz-Hitze-Haus an; kaum hatten wir das Zimmer bezogen, ging es in die Innenstadt, wo uns (ca. 15 inzwischen angereisten AdA-Mitgliedern) eine „etwas andere“ Stadtführung geboten wurde. Der Prinzipalmarkt und die angrenzenden Straßen waren mit Europaflaggen geschmückt, es herrschte Volksfeststimmung. Wir erfuhren, dass das Eurocity-Fest stattfindet, deshalb führte uns der Stadtführer mitten durch ein Kaufhaus, weil der eigentliche Weg mit Büdchen und Menschen verstopft war. Der Abend klang bei einem gemütlichen Essen im Traditionslokal „Stuhlmacher“ am Prinzipalmarkt aus.

Nach der Mitgliederversammlung am Samstagmorgen, die der AdA-Vorsitzende Ralf Hahn in seiner ruhigen und sachorientierten Art nach einer knappen Stunde beendete, folgte sein Festvortrag zum 25. Gründungsjubiläum des Vereins. Der Vorstand hatte bereits im Vorfeld beschlossen, all diejenigen Mitglieder mit der Silbernen Ehrennadel des Vereins zu ehren, die seit dem ersten Tag in der AdA sind. Es sind immerhin etwas über 20. Drei befanden sich im Saal, nämlich die „Urgesteine“ Heinz-Ulrich Kammeier, Rudi Knust und Peter Krevert; sie konnte der Vorsitzende also persönlich auszeichnen. Ersterer wurde zum Ehrenvorsitzenden der AdA ernannt; seit 1986 ist er in verschiedenen Funktionen Vorstandsmitglied.

Das eigentliche Tauschtreffen wurde von sehenswerten Ausstellungen umrahmt. Da gab es einen fotografischen Rückblick auf „25 Jahre AdA“, wobei der Schwerpunkt auf den Jahrestreffen lag. Eine andere Ausstellung beinhaltete Handschriften, die in irgendeiner Weise mit Münster zu tun hatten. Vor allem die dritte Ausstellung hätte mehr Besucher verdient gehabt. Alexander Mehl hatte Hunderte von echten und falschen Beatles-Unterschriften und Accessoires liebevoll zusammengestellt, eine Sammlung von Exponaten, die - ohne zu übertreiben - in Europa ihresgleichen sucht.

Im Versammlungsraum wechselten zahlreiche Handschriften durch Kauf/Verkauf bzw. durch Tausch den Besitzer. Ingo Fleisch (Berlin), Andreas Bazant und Peter Marecscek (Wien) sowie Bärbel und Markus Brandes (Konstanz bzw. Kesswil/CH) hatten größere Stände aufgebaut. Rudi Knust zeigte eine interessante Sammlung von signierten Karikaturen und handschriftlichen Lebensweisheiten von Prominenten. Interessant war auch das Mikroskop (200fache Vergrößerung), mit dem Markus Brandes Handschriften untersucht, um ihr Alter zu bestimmen bzw. um festzustellen, ob es sich um Autopensignaturen, Drucke oder ähnliche Fälschungen handelt. Für mich war das alles Neuland und ich war mächtig beeindruckt. Um die vielen neuen Eindrucke zu verarbeiten, spazierte ich zwischendurch bei sommerlicher Hitze eine Runde um den nahegelegenen Aasee und beobachtete Segler und Angler.

Das Tauschtreffen klang in einem gemütlichen Biergarten in Münsters Altstadt aus, wo wir lecker aßen und tranken und jede Menge Spaß hatten. Aber das war noch nicht das Ende der diesjährigen AdA-Veranstaltung. Am Sonntag wurden wir von einem Vertreter der Stadt Münster im historischen Friedenssaal des Rathauses empfangen, an jenem historischen Ort also, in dem 1648 der Westfälische Friede unterzeichnet wurde, welcher den bis dahin weltweit grausamsten Krieg beendete. Die Unabhängigkeit der Niederlande und der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation wurde dort offiziell anerkannt. Wir durften am Schluss noch einen Blick in das Goldene Buch der Stadt Münster werfen und mit einem Glas Sekt anstoßen.

Als jemand, der erstmalig an einem Treffen der „Arbeitsgemeinschaft der Autographensammler e. V.“ teilgenommen hat, möchte ich allen Beteiligten für die große Mühe danken, dieses Treffen zu gestalten. Für mich hat sich dieses Wochenende in jeder Hinsicht gelohnt. Beeindruckt hat mich vor allem die Begeisterung, mit der die Sammlerinnen und Sammler ihr Hobby ausüben.

Ich freue mich schon jetzt auf Bielefeld, wo sich hoffentlich viele AdA-Mitglieder bei „Peter auf’m Berg“ zum Treffen 2012 einfinden werden!